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Strategie
Bestehende Produkte respektive Dienstleistungen müssen dem aktuellen Marktstandard entsprechen, damit diese im Markt weiterhin von Kunden geschätzt und gekauft werden. Übertrifft ein Produkt, respektive eine Dienstleistung, diesen Marktstandard, so spricht man von einem kritischen Erfolgsfaktor. Die Einführung eines Fahrzeugmodells mit einem Antiblockiersystem (ABS) war für die ersten Hersteller ein solcher kritischer Erfolgsfaktor. Sind nur wenige Hersteller in der Lage diese Produktfunktionalität anzubieten, so verfügen diese solange über eine Kernkompetenz, gleichbedeutend mit einer strategischen Erfolgsposition (SEP).
Die Identifikation von Kernkompetenzen ist in der Strategieentwicklung nützlich, weil diese oftmals erweitert oder zusätzlich ausgeschöpft werden können. Kernkompetenzen sind rar und nicht einfach zu entdecken. Deshalb stellt die Identifikation von Kernkompetenzen oftmals eine Herausforderung dar.
Es ist grundsätzlich möglich, dass eine Unternehmung über keine Kernkompetenzen verfügt. Allerdings verfügen viele Unternehmungen über latente Kernkompetenzen, welche jedoch noch nicht entdeckt und wirkungsvoll konfiguriert wurden. Vorstellbar wäre zum Beispiel die Partnerschaft eines Gourmet Restaurantbesitzers mit einem lokalen Metzger, welche eine neu kreierte, exklusive Wurstspezialität gemeinsam vermarkten und nur über das Gourmet Restaurant vertreiben.
Diese zwei Beispiele zeigen auf, dass Kernkompetenzen nicht grundsätzlich zum Inventar einer Unternehmung gehören, sondern oftmals durch Innovation kreiert werden können. Kernkompetenzen sollten schwierig kopierbar sein, ein Potential zu Märkten aufweisen und dadurch eine Quelle für einen Wettbewerbsvorteil sein. Eine Zusammenstellung über unterschiedliche Definitionen von Kernkomptenzen befindet sich im Wikipedia.