Strategie KMU: Strategieentwicklung und Risikomanagement in KMU


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Risikofaktoren und verkettete Unternehmensrisiken

Unternehmensrisiken


Jedes Risikoereignis kann aus einem oder mehreren Risikofaktoren bestehen. Dabei können Risikofaktoren voneinander unabhängig oder abhängig sein. Oftmals kann ein Risikofaktor eine ganze Kette von Risikoereignissen auslösen. Beispielsweise kann ein Sparprogramm in der Qualitätssicherung im schlechtesten Fall folgende Kette auslösen:
Eine Kosteneinsparung
führt zu einer reduzierten Produktqualität, einer erhöhten Reklamationsquote, einem Umsatzrückgang, zu einem Ertragsrückgang und zu einer ungenügenden Liquidität.




In der Realität wirken weitere Risikofaktoren auf eine Wirkungskette ein. Die Schwierigkeit bei verketteten Unternehmensrisiken liegt einerseits dabei die ursächlichen Risikofaktoren zu identifizieren und andererseits kausale Risiken als Einheit zu betrachten.

Ein Beispiel für zwei unabhängige Risikoereignisse, welche ein zusätzliches gemeinsames Risikoereignis provozieren, wird anhand eines Benzinmotors aufgezeigt. Fällt bei einem Benzinmotor die Ölpumpe und unabhängig von diesem Ereignis zeitgleich auch die Öldruck Warnanzeige aus, so kann der fehlerhafte Betriebszustand nicht erkannt werden. Nach kurzer Zeit tritt, aufgrund fehlender Schmierung, ein Totalschaden des Motors ein. Die Schadenshöhe aus dem entstandenen Betriebsausfall und den Reparaturkosten liegt wesentlich höher als die Summe der beiden Einzelschäden. Solche Risikokonstellationen können auf eine Produktionsanlage oder sogar auf die komplette Unternehmung übertragen werden.

Der Unternehmer soll bei der Risikoanalyse Wirkungsketten und Gruppenrisiken identifizieren und wahrnehmen. Es ist dabei eine Kunst, am Ende der Analysephase die wesentlichen Risikofaktoren (originären Risiken) zu identifizieren und daraus risikomindernde Strategien abzuleiten.





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